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Nutzerschnittstellen für Optimierungsaufgaben

 

Die praktische Nutzung von diskreten Optimierungsverfahren erfordert die Integration der Verfahren in Software-Umgebungen und die Bereitstellung adäquater Benutzerschnittstellen, um ein Interaktion zwischen menschlichen Bedienern und automatischen Lösungsverfahren zu ermöglichen. Dies gilt in besonderem Maße, wenn Probleme mit unsicheren Informationen gelöst werden sollen.

 

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Ziel des Dissertationsprojekts ist es auf Basis neue Erkenntnisse bezüglich des Designs von Benutzerschnittstellen [BF11] auf Benutzerschnittstellen für Optimierungssysteme anzuwenden und zu erweitern.  Dabei sind sowohl psychologische als auch softwaretechnische Aspekte zu berücksichtigen. Ein möglicher Startpunkt für die Entwicklung neuer Konzepte für Benutzerschnittstellen ist das so genannte Ecological Interface Design (EID) [BF11], das für die Gestaltung und Evaluation von komplexen soziotechnischen Systemen entwickelt wurde, aber bisher noch nicht für Optimierung unter Unsicherheit eingesetzt wurde. Der Fokus des Projekts liegt deshalb insbesondere auf die Darstellung von unsicheren Informationen bei verschiedenen Optimierungs-aufgaben. Im Kontext konkreter Anwendungen aus der Produktionssteuerung und der Steuerung von großen IT-Systemen sollen experimentelle Untersuchungen und Usability-Untersuchungen mit Probanden durchgeführt werden. Dabei soll analysiert werden, wie unterschiedliche Darstellungs- und Interaktionsformen die Fähigkeiten der Nutzer zum Lösen der Optimierungsaufgaben unterstützen und ihm helfen, mit Unsicherheit umzugehen. Die empirisch gewonnenen Erkenntnisse zur Gestaltung der Mensch-System-Interaktion im Kontext von Optimierung sollen durch Expertenbefragungen zusätzlich abgesichert werden.

Der/die ideale Kandidat/Kandidatin für das Dissertationsprojekt hat einen kognitions- oder arbeitspsychologischen Hintergrund. Er verfügt  über Kenntnisse in Methoden zur Arbeitsanalyse und Arbeitsgestaltung sowie zu experimentellen und quasiexperimentellen Untersuchungsverfahren und hat bereits Kenntnisse über das Design von Mensch-Maschine-Schnittstellen für Softwaresysteme im Studium erworben. Basiskenntnisse in Entscheidungspsychologie und Optimierungsmethoden wären wünschenswert.  Der Studienschwerpunkt kann in der Psychologie mit starkem Bezug zur Informatik oder auch in der Informatik mit starkem Bezug zur Psychologie liegen. 

 

Weitere Informationen zum Thema:

Gerhard Rinkenauer (rinkenauer@ifado.de)

 

Literatur zum Thema:

[BF11]  
K. B. Bennett, J. M. Flach. Display and Interface Design - Subtle Science, Exact Art. CRC Press 2011.

[Vi99]   
K. J. Vicente. Cognitive Work Analysis. Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum, 1999.

[PZ08] 
R. W. Proctor, T. Van Zandt. Human factors in simple and complex systems (2nd ed.). Boca Raton, FL. CRC Press, 2008.

 



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Kontakt

PD Dr. Phil. Gerhard Rinkenauer
Moderne Mensch-Maschine-Systeme

Prof. Dr. Peter Buchholz
Sprecher
Modellierung und Simulation

Telefon: 0231 755-4746
Fax: 0231 755-4730

Adresse:

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